Hafis, der Dichter des 14. Jahrhunderts aus Schiras, wird in Iran geliebt wie kein anderer. Fast jeder Haushalt besitzt seinen Diwan, und noch heute schlägt man ihn aufs Geratewohl auf, um Rat zu suchen – das sogenannte Fal-e Hafez. Sein Grab liegt in einem Garten aus Orangenbäumen und Zypressen, der Hafezieh, unter einem offenen Pavillon mit acht Säulen, 1935 nach Plänen des französischen Architekten André Godard erbaut.
Unter der kupfernen, innen gekachelten Kuppel trägt der Alabastergrabstein seine Verse. Besucher legen die Hand auf den Stein, rezitieren ein, zwei Zeilen und verweilen an den Becken. Vor dem Tor lassen Männer abgerichtete Wellensittiche eine Gedichtkarte für Sie ziehen – Ihr eigenes kleines Fal-e Hafez.
Höhepunkte
- Der Alabastergrabstein mit seinen Versen
- Die gekachelte Innenseite der Kupferkuppel
- Orangenbäume und Becken der Hafezieh
- Ein Gedicht, gezogen von einem Wellensittich







