1465 für Dschahan Schah, Herrscher der turkmenischen Qara-Qoyunlu-Dynastie („Schwarze Hammel“), erbaut, war die Kabud- oder Blaue Moschee einst eines der prächtigsten Bauwerke der islamischen Welt. Innen und außen war sie mit Fliesenmosaik in einer ungewöhnlichen Palette aus tiefem Kobalt, Türkis, Weiß und Gold verkleidet und hieß deshalb „Türkis des Islam“.
Ein schweres Erdbeben im Jahr 1780 brachte die meisten Kuppeln zum Einsturz. Bei der Restaurierung im 20. Jahrhundert wurde der Bau in schlichtem Ziegel wiedererrichtet, sodass die erhaltenen Reste der Originalfliesen wie Juwelen hervortreten – rund um das große Portal und im Hauptheiligtum, wo dunkelblaue Sechseckfliesen noch die unteren Wände bedecken.
Höhepunkte
- Erhaltenes Fliesenmosaik in Kobalt und Gold
- Das große Portal mit seinen Inschriften
- Dunkelblaue Sechseckfliesen im Heiligtum
- Eine bewegende Geschichte von Verlust und Restaurierung



