An der Ostseite des Platzes steht die kleinste und für viele schönste Moschee Isfahans. Erbaut zwischen 1603 und 1619 und benannt nach Scheich Lotfollah, einem verehrten libanesischen Gelehrten am Safawidenhof, hat sie weder Minarette noch Innenhof: Sie war eine private Moschee des Königshauses, kein öffentliches Gotteshaus.
Vom Platz aus wirkt die cremefarbene Kuppel fast schlicht, doch mit dem Lauf der Sonne wechselt sie von Beige über Rosa zu Gold. Innen führt ein langer, dämmriger Gang in einen einzigen Raum, über dem sich die Kuppel in einer Spirale aus Fliesen öffnet, die zu einem strahlenden Zentrum hin kleiner werden – oft mit einem Pfauenrad verglichen.
Achten Sie auf den Lichtstrahl, der durch das hohe Fenster gegenüber dem Mihrab fällt: Im richtigen Moment vollendet er das Pfauenrad in der Innenkuppel. Die Kalligrafiebänder am Kuppelfuß und der filigrane Mihrab zählen zum Feinsten der Safawidenzeit.
Höhepunkte
- Der „Pfau“ in der Mitte der Innenkuppel
- Farbwechsel der Außenkuppel im Tagesverlauf
- Der dämmrige Eingangsgang vor dem großen Moment
- Kalligrafiebänder und der gekachelte Mihrab







