Um 1650 ließ Schah Abbas II. die Khadschu-Brücke auf den Fundamenten einer älteren Brücke errichten. Sie ist kürzer als Si-o-se-Pol, aber weit kunstvoller – und Brücke und Wehr zugleich: Schleusentore im unteren Geschoss regulierten einst den Fluss, stauten ihn für die Bootsfahrten des Hofes auf und bewässerten die Gärten flussabwärts.
In der Mitte steht ein zweistöckiger Pavillon, der Schah-Neschin, von dem aus der Schah die Aussicht genoss; in seinen Nischen sind Reste von Malerei und Fliesenschmuck erhalten. Steinlöwen bewachen beide Enden, und die gestuften Steinplattformen unten laden zum Sitzen am Wasser ein.
Den eigentlichen Zauber entfaltet Khadschu nachts. Die Bögen der unteren Galerie haben eine wunderbare Akustik, und es ist eine alte Isfahaner Tradition, dass sich dort Männer zum Singen treffen – klassische persische Lieder, Volksweisen und Verse von Hafis –, während Passanten stehen bleiben und zuhören, wie im Video auf dieser Seite.
Video
Höhepunkte
- Nächtlicher Gesang unter den Bögen
- Der Pavillon Schah-Neschin in der Mitte
- Steinlöwen an beiden Enden
- Stufenplattformen zum Sitzen am Wasser







